Dienstag, 19. Januar 2010

18.12.09 Ankunft in Forrest

Heute ist endlich der Tag an dem wir mal rauskommen aus Melbourne und ein Stück des wirklichen Australiens sehen. Melbourne ist schön, aber jeden Tag um die Häuser ziehen und Sightseeing machen strengt ganz schön an und wird auf Dauer etwas eintönig.. Nach dem Aufstehen gehen wir noch zum Frühstücken mit Maddi und Laury ( eine Freundin von Maddi ) in das kleine Griechische Cafe in dem Brody ( Maddis Freund )  arbeitet..Ich bestell mir  ein in Butter und Ei angebratenes Brot mit Honig und einer Art Krokant drauf. Ultra süß und ich bekomme einen halben Zuckerschock. Nichtsdestotrotz ziemlich Yummi (ist übrigens mein neues Lieblingswort, sehr vielfältig zu gebrauchen und SO treffend!). Nach dem Frühstück machen Chris und ich uns auf den Weg zur Southern Cross Station um mit dem Zug nach Colac und  von dort aus weiter mit dem Bus nach Forrest zu fahren. Auf der Fahrt sieht man dann schon wie eintönig dieses Land über weite Teile ist, sehr trocken und übersät mit Feldern bis zum Horizont..In Colac angekommen müssen wir erstmal den Bus suchen da nirgends steht wo der Bus fährt. Ist aber nicht weiter schlimm, ich frag eine Frau die sagt das der Bus hier fährt und in dem Moment biegt der Bus auch schon um die Ecke. Also Gepäck in den Bus und losgefahren. Wir fahren mitten durchs nichts und die Dörfer durch die wir kommen ähneln enorm diesen Kulissen-Städtchen aus alten westernfilmen. Hinterm Haus der Bush..Schon irgendwie enorm wie weit das Land ist und wie Wenige Menschen hier Wohnen obwohl wir noch so nah an der Küste sind..
Irgendwann kommen wir  in Forrest an und da ich vorher noch kurz mit Jen und Pete Telefoniert habe, holen die beiden uns von der Bushaltestelle ab. Wow. Hier ist wirklich nichts als ein paar Häuser und unendlich viel Wald soweit das Auge schauen kann                                                                              ( http://en.wikipedia.org/wiki/Forrest,_Victoria ). Wir laufen mit den beiden durch das mini-Dorf bis zu ihrem Haus. Es ist still hier und das einzige was man hört ist das Rauschen der Bäume und unendlich viele Vögel. Der Ort hat 170 Einwohner, allerdings sind da die Menschen, die Umliegend in den Wäldern wohnen, schon mit eingerechnet..Ab und zu fährt wohl auch mal ein Auto durchs Dorf, aber besonders viel los ist hier nicht. Jen und Pete wohnen auch an einer relativ großen Straße, durch die allerdings höchstens 3-4 mal am Tag ein Auto kommt. Von der Terasse der beiden kann man weit über die Hügelige Waldlandschaft schauen, das ist ziemlich beeindruckend. Jen kocht ein super leckeres Linsengericht und dann machen Jen, Chris und ich noch einen Spaziergang  über den angrenzenden Waldweg. Es ist faszinierend wie laut so ein Wald in der Abenddämmerung sein kann. Wir hören ( gefühltermaßen ) hunderte von Cockatoos (kakadus) und anderen papageienartigen vögeln. Jen warnt uns immer wieder auf den Boden zu schauen und nicht unbedacht irgendwo hin zu treten, da es hier ziemlich viele Schlangen gibt und diese bevorzugt in der Dämmerung und Nachts unterwegs sind. Nach dem Spaziergang sitzen wir noch ein bisschen in der Küche/Wohnzimmer herum und gehen relativ früh schlafen. Morgen müssen wir zeitig aufstehen. Jen will uns mit zur Great Ocean Road nach Apollo Bay mitnehmen. Sie hat dort einen kleinen Stand auf dem örtlichen Handwerker Markt und  meint das es eine gute Gelegenheit für uns ist, den Ort anzuschauen.
Mitten in der Nacht wache ich auf. Es ist ca 4 uhr Morgens und ich kann nicht mehr schlafen. Als ich mich überwinde kurz aufzustehen und meinen Weg zum Plumsklo-Häuschen anzutreten werde ich prompt belohnt. Ich trete vor die Tür und der Schönste Sternenhimmel den ich in meinem ganzen Leben gesehen hab, überwältigt mich. Nach 15 minuten im Schlafanzug draussen stehen ist mein Nacken etwas verkrampft und ich habe mich müde geschaut. Trotz mindestes 15 Mücken die um meinen Kopf schwirren schlaf ich glücklich ein.


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